Freizeitreiten mit Niveau

Ausbildung von Pferd und ReiterIn nach den Grundsätzen der Akademischen Reitkunst





285

"Verlange wenig, wiederhole oft, lobe viel" , dieses Zitat drückt in wenigen Worten das aus, was die Pferde uns tagtäglich mit auf den Weg geben. Einen Weg, wie ich ihn mir schöner nicht vorstellen kann.

Seit meiner Kindheit reite ich, doch den "Quantensprung" in meiner reiterlichen Ausbildung erlebte ich, als ich in den 1990er Jahren die ersten Kurse bei Bent Branderup mit meiner Fjordstute Lilli mitritt.

Davor hatte ich bereits in viele Reitweisen hineingeschnuppert, viel Gelerntes als positiv mitgenommen, aber auch vieles als nicht brauchbar für Pferd und ReiterIn verworfen.

Neben Bent Branderup zählen zu meinen zweibeinigen ReitlehrerInnen u.a. Hanna Engstroem, schwedische Ritterin der Akademischen Reitkunst, Stefanie Staudinger, ehemalige Bereiterin von Bent Branderup, und natürlich meine zahlreichen ReitschülerInnen, die mich unermüdlich vor neue Aufgaben stellen.

Lilli2
Telylonge

Zu meinen vierbeinigen LehrerInnen gehören u.a. meine zwischenzeitlich verstorbene Fjordstute Lilli, mein Connemarawallach Dusk, mein Welsh Cob-Nachwuchs Telynor, mein ehemaliger Islandwallach Bjarki, Lillis Fohlen Lennox, Alt Oldenburger Earl wie auch Marion Kleins Pferde, die Islandstuten Ràn und Hrefna, der Paintwallach Chi und die Quarterstuten Josie und Lena. Nicht zu vergessen die Pferde meiner ReitschülerInnen und die Ausbildungpferde, die auszubilden ich das Vergnügen habe. Jedes Pferd stellt mich vor neue Aufgaben und hat sich zum Ziel gesetzt, mir noch mehr über das Reiten und den Umgang mit diesen wundervollen Tieren beizubringen.

Den größten Einfluss auf meine reiterliche Entwicklung nimmt der dänische Reitmeister Bent Branderup, der für mich die Prinzipien der Akademischen Reitkunst im Sinne von Francoise Robichon de la Guerinière verkörpert. Mit meinen Pferden besuche ich regelmässig Kurse bei Bent Branderup. In 2002 konnte ich zusammen mit dem damals vierjährigen Dusk ein Praktikum bei ihm absolvieren. In 2007 legte ich die Wappenträgerprüfung ab, im Februar 2010 die Longenprüfung der Akademischen Reitkunst.

Cordeo_2

„Die Dressur ist für das Pferd da, nicht das Pferd für die Dressur.“ Unter diesem Motto werden nach der Reitlehre von Bent Branderup die Pferde durch durchdachte Übungen in den drei Seitengängen Schulterherein, Kruppeherein und Renvers gymnastiziert. Das Vorwärts-Abwärts-Lösen des Pferdes steht stets im Mittelpunkt der Ausbildung. Das wichtigste "Werkzeug" ist der unabhängige Reitersitz. Das Pferd soll sich um den inneren Sitzknochen biegen und unter den reiterlichen Schwerpunkt mit dem tragenden Hinterbein hineinschwingen. Die Arbeit mit der Cordeo, bei der das Pferd ohne Kopfstück, nur mit einem Halsring geritten wird, stellt ein ehrliches Mittel zur Überprüfung des Ausbildungsstandes von Pferd und Reiterin dar.

Ob wir solch eine fundierte und pferdegemäße Ausbildung nutzen, um „nur“ mit einem gelösten, fein an den Hilfen stehenden Pferd durch Wald und Flur zu reiten, oder ob wir ein leicht zu versammelndes Pferd als Ziel haben, das bereit ist für die klassischen Lektionen wie Piaffe und Passage oder gar die Schulen über der Erde – das bleibt uns selbst überlassen. Eine sorgfältige und durchdachte Ausbildung lässt alle Wege offen.

Dusk_Siegen_3
Schulterh

Hierbei möchte ich meinen ReitschülerInnen helfen. Mein Reitunterricht orientiert sich am individuellen Ausbildungsstand von Pferd und ReiterIn. Mir ist es wichtig, eine solide Grundausbildung zu vermitteln, bei der ein Schritt auf dem anderen aufbaut. Schließlich würde auch kein Mensch auf die Idee kommen, von einem Drittklässler zu verlangen, dass er Abituraufgaben löst.

Eine gute Basis ermöglicht Pferd und ReiterIn, zu vorher Gelerntem zurückzugehen, falls sich eine neue Übung als (noch) zu schwierig erweist.

Auch die Pferde profitieren ungemein davon, wenn ihnen die Möglichkeit gegeben wird, Übungen und Lektionen nicht nur mechanisch durchzuführen, sondern sie auch zu verstehen. Hochmotiviert arbeiten sie gern mit und entfalten sich zu einem selbstbewussten und zuverlässigen Partner.

Ziel einer jeden Ausbildung soll stets sein, das Pferd optimal darauf vorzubereiten, uns ReiterInnen über viele Jahre tragen zu können, ohne dass es Schaden an Leib und Seele nimmt

Bei der Ausbildung von Jungpferden und der Korrektur von Reitpferden ist es mir wichtig, dass Sie daran teilhaben. Denn was nützt es, wenn ich Ihr Pferd gut reiten kann, Sie aber reiterlich „auf der Strecke bleiben“. Deshalb sind Sie jederzeit willkommen, mir bei der Arbeit zuzuschauen. Wenn der Ausbildungsstand Ihres Pferdes es erlaubt, so würde ich mir wünschen, dass Sie sich selbst zwischendurch auf Ihr Pferd setzen und unter meiner Anleitung das nachvollziehen, was Ihr Pferd gelernt hat.


Mein individuelles Unterrichtsangebot für Sie:

  • Reitunterricht bei Ihnen vor Ort oder bei mir auf dem Hollerhof
  • Gymnastizierende Hand- und Longenarbeit am Kappzaum
  • Bodenarbeit und Horsemanship-Spiele
  • Sitzübungen an der Longe
  • Trailkurse
  • Tages- und Wochenendseminare
  • Beritt von Jungpferden und Korrekturberitt
  • Verladetraining
  • Theorievorträge zu unterschiedlichen Themen wie Biomechanik oder Pferdepsychologie
Verladen Earl

Alexandra Bohl, abohl@hollerhof.com, Tel. 06462 – 6989 und 0175 152 79 36