Einige Ausbildungspferde
Die Grundausbildung stellt einen ausgesprochen wichtigen Abschnitt im Leben eines Pferdes dar: In ihr wird die Basis gelegt, auf die sich der komplette weitere Werdegang des Reitpferdes aufbaut. Was in dieser sensiblen Phase versäumt oder falsch gemacht wird, wird sich immer wieder störend bemerkbar machen und eine mühselige Korrektur erfordern. Auf den Beritt sollte stets ein ganz besonderes Augenmerk gelegt werden. Hier darf nicht an Ausbildungskosten und -zeit gespart werden. Für uns ReiterInnen sollte es selbstverständlich sein, dass wir von einem Pferd nicht innerhalb weniger Wochen etwas erwarten, wofür wir den Menschen viele Jahre an Schul- und Berufsausbildung zugestehen. Wenn mir ein Pferd zum Beritt oder zur Korrektur anvertraut wird, steht für mich neben der körperlichen Gymnastizierung die Motivation im Vordergrund. Denn nur ein motivierter Schüler ist ein guter Schüler. Körper, Geist und Seele können nur dann eine harmonische Einheit bilden, wenn das Pferd behutsam dahin geführt wird, das Lernen zu lernen und sich zu trauen, Fehler zu machen, damit es aus diesen lernen kann. Natural Horsemanship, die Erkenntnisse aus der Biomechanik und die gymnastizierende Formengebung entsprechend den Grundsätzen der Akademischen Reitkunst gehen Hand in Hand und bilden bei meiner Artbeit die Basis für ein Gebrauchspferd, das sich in seinem Körper wohl fühlt, offen für Neues ist, und auf Herausforderungen und Unbekanntes positiv reagiert. Damit verfügt es über die Grundeigenschaften eines guten Gebrauchspferde. Wie effektiv und augenscheinlich eine fundierte Grundausbildung ein Jungpferd formen kann, sollen die nachfolgenden vergleichenden Bildsequenzen verdeutlichen.

Tigerschecke Finn, 4 Jahre, zu Beginn des Beritts und 10 Wochen später, nach fundierter Ausbildung an der Hand und unter dem Sattel .


Bei der Ankunft




10 Wochen später



zurück