Vorwerkhühner
Wir hielten diese wunderschönen Hühner vom Sommer 2001 bis zum Frühjahr 2008.
Im Jahr 2001 hatten wir von einer Freundin unsere erste Glucke „Hella“ mit 10 Bruteiern und zwei Wochen später eine weitere Glucke „Hillary“ ebenfalls mit 10 Bruteiern bekommen. Aus diesen beiden Bruten konnten wir 14 Küken gross ziehen und eine kleine Zucht aufbauen.
In den folgenden Jahren wuchs unser Bestand auf 14 Hennen und 1 Hahn, den wir regelmäßig zur Blutauffrischung "austauschten". Die Nachzucht, die wir selbst nicht behalten wollten, haben wir an interessierte Hühnerhalter/innen weiterverkauft. Im Frühjahr 2008 haben wir auch die Hennen und den Hahn an zwei Liebhaber dieser Rasse abgegeben und machen jetzt eine "Hühnerpause".


Unser Hahn Harald

Rassebeschreibung Vorwerkhühner:

Das Vorwerkhuhn ist ein kräftiges, gedrungenes, mehr tief- als hochgestelltes Zweinutzungshuhn mit einzigartiger, gleicher Zeichnung beider Geschlechter, ausgesprochen gutmütig, lebhaft und nicht scheu. Typisch ist das unter dem sammetartigen Halsbehang zutage tretende Goldgelb und dessen Farbübergänge zum satten Schwarz des Schwanzes. Das Vorwerkhuhn ist das ideale Wirtschaftshuhn, da es als Zweinutzungshuhn sowohl Eier als auch Fleisch liefert. Die Legeleistung im ersten Jahr kann bis zu 150 Eier betragen. Es ist wetterhart, frühreif und bei freiem Auslauf und guter Weide ein sehr guter Futtersucher, daher sparsam im Futterzusatz. Außerdem ein Nichtflieger, was die Haltung erleichtert (Zaunhöhe). Das durchschnittliche Gewicht beträgt: Hahn 2,5 bis 3 kg, Henne bis 2,5 kg. Bemerkenswert ist die Verträglichkeit der Hähne untereinander.
Vorwerkhühner wurden ab 1900 aus Lakenfeldern, gelben Orpington, gelben Ramelslohern, Andalusiern und den Sotteghams gezüchtet. Sehr viele Tiere werden in Sachsen, Thüringen und Schlesien gehalten, womit sich der Schwerpunkt der Zucht von Hamburg auf diese Gebiete verlagerte. Einzelne Bestände sind bundesweit verteilt.
Die Gesamtpopulation liegt bei etwa 4200 Tieren. In Deutschland gibt es laut GEH 132 Züchter, in Holland 63, in Dänemark 58 und in der Schweiz 23. Da die Tendenz steigend ist, ist diese Rasse nur noch zur Bestandsbeobachtung in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen. Vor einigen Jahren stand sie noch ganz oben auf der roten Liste.

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