| Durch den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Großbritannien im Jahr 2001 wurden wir über Umwege auf die vom Aussterben bedrohten, alten Nutztierrasse aufmerksam. Je intensiver wir uns mit diesem Thema beschäftigten, desto mehr wuchs der Wunsch, etwas für diese wunderbaren Haustiere zu tun, die den Menschen über viele Jahrhunderte Nahrung und Kleidung verschafften und die den heutigen ökonomischen Ansprüchen nicht mehr standhalten können. Neben den Schnucken halten wir noch 2 Milchschafe, deren Lämmer uns leckeres Fleisch liefern. Obwohl wir festgestellt haben, dass das Schlachten nicht zu den schönen Seiten der Schafhaltung gehört, genießen wir die köstlichen Braten mit Dankbarkeit. Zum Melken der Milchschafe reicht uns leider die Zeit nicht. Vielleicht ändert sich das ja noch. Wie es der Zufall wollte, hatte genau zu dieser Zeit unser Freund Kai Haus eine Herde Weiße Gehörnte Heidschnucken abzugeben. So zogen im Mai 2001 zwei Heidschnuckenmuttern mit je einem Mutterlamm auf dem Hollerhof ein. Seither ist unsere kleine Herde auf jetzt 8 weibliche Tiere angewachsen, davon 3 Mutterlämmer aus diesem Jahr. Im letzten und in diesem Frühjahr haben wir bereits Nachzucht verkauft, unter anderem einen gekörten G2-Bock zur Zucht in den Odenwald. | |
| Schäfchen 1 |
Schäfchen 2 |
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Dieses kleine mischwollige Landschaf ist genügsam, widerstandsfähig und liefert eine recht grobe weiße Mischwolle und zartes wildbretartiges Fleisch. Die weiblichen Tiere haben sichelförmig nach hinten gebogene Hörner, die Böcke tragen imposante schneckenförmige Hörner. Das äußere Vlies besteht aus grobem Oberhaar, das innere aus feinem weichem Unterhaar. Köpfe und Beine sind unbewollt. Weiße Gehörnte Heidschnucken eignen sich besonders für die Pflege von Heide- und Moorflächen. Daher ist das Verbreitungsgebiet hauptsächlich das Emsland und Südoldenburg. Darüber hinaus werden einzelne Bestände von LiebhaberInnen im gesamten Bundesgebiet gehalten. Man nimmt an, dass diese Rasse in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts durch Zuchtauswahl aus der Grauen Gehörnten Heidschnucke hervor gegangen ist. Heute ist die Rasse vom Aussterben bedroht und steht mit dem Gefährungsgrad I (extrem gefährdet) auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen. Der Bestand wird auf etwa 1.000 Muttertiere geschätzt, davon lediglich ca. 250 im Zuchtbuch. |
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